Polenaustausch der EF 2026

Vor Kurzem waren wir als Gruppe aus der Jahrgangsstufe EF auf einer Fahrt nach Polen – und es war eine Erfahrung, die man nicht so schnell vergisst.

Es ging los mit der Anreise nach Breslau/Wrocław. Nach einer langen Bahnfahrt haben wir abends die Stadt erkundet und sind gemeinsam essen gegangen. Wir haben traditionelle polnische Gerichte probiert und konnten den Tag entspannt zusammen ausklingen lassen. Außerdem haben wir eine Nacht in einem schönen historischen Hotel direkt am Bahnhof verbracht.

Am nächsten Tag ging es morgens in einen Escape Room und danach weiter nach Kreisau (Krzyżowa), wo der Austausch mit unserer polnischen Partnerschule aus Koszalin stattgefunden hat. Dort haben wir die polnischen Jugendlichen kennengelernt. Geholfen haben dabei auch die von uns im Vorfeld vorbereiteten Präsentationen zum EKG, zur Stadt Köln und zum Kölner Karneval. Auch die polnische Gruppe hat ihr sehr vielfältiges Schulleben vorgestellt.

Die folgenden Tage waren vor allem durch verschiedene Workshops geprägt, die immer in gemischten Gruppen aus deutschen und polnischen Schüler:innen stattfanden. Dabei ging es nicht nur darum, kreativ zu sein, sondern auch darum, zusammenzuarbeiten. Wir haben zum Beispiel Stofftaschen bemalt oder Kerzen aus Bienenwachs hergestellt. Das war mal etwas anderes und hat echt Spaß gemacht.

Neben den kreativen Workshops gab es immer wieder Spiele und auch thematische Aufgaben, bei denen Teamarbeit gefragt war. Ein größeres Projekt war, dass wir in Gruppen eigene „Länder“ entwickelt haben. Dabei sollten wir uns überlegen, wie ein perfektes Land für uns aussehen würde. Diese Länder haben wir dann vorgestellt und anschließend sind wir in kleinen Wettkämpfen gegeneinander angetreten: Es gab verschiedene Spiele, zum Beispiel kleine Rennen, Geschicklichkeitsaufgaben oder Team-Challenges, bei denen man sich gut absprechen musste. Das Ganze war ziemlich lustig und gleichzeitig auch eine gute Möglichkeit, als Gruppe zusammenzuwachsen.

 

Neben den interkulturellen Workshops haben wir in einem Rundgang auch etwas über die Geschichte des Ortes gelernt. Unter anderem haben wir uns mit der wichtigen Rolle beschäftigt, die das kleine Dorf Kreisau für den politischen Widerstand im Deutschen Reich hatte. Hier auf dem Gut der Familie von Moltke traf sich zur Zeit des Nationalsozialismus die Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“.

Natürlich hatten wir auch Freizeit, die wir selbst gestalten konnten. Abends gab es verschiedene Möglichkeiten wie Sport in der Turnhalle, gemeinsame Spiele oder einfach Zeit zum Reden. Am letzten Abend fand dann noch eine kleine Disco statt, bei der alle zusammen gefeiert, getanzt (nebenbei Tischtennis oder Billard gespielt) und den Austausch ausklingen lassen haben.

Nach den intensiven Tagen in Kreisau ging es zurück nach Breslau. Dort haben wir ein Museum besucht, in dem es um die Geschichte der Stadt von 1945 bis 2016 ging. Danach hatten wir noch etwas Freizeit in der Stadt. Abends sind wir noch einmal gemeinsam essen gegangen und haben einen Spaziergang zur Universität gemacht, bevor wir am nächsten Tag die Rückreise nach Köln angetreten haben.

Insgesamt war die Fahrt eine richtig coole Erfahrung. Es war spannend, Jugendliche aus Polen kennenzulernen und sich auszutauschen. Ich würde so einen Austausch auf jeden Fall weiterempfehlen, weil man viele neue Eindrücke sammelt und Erinnerungen mitnimmt, die man so schnell nicht vergisst.

Martha Hessel (EF)