Deutsche Schülerakademie 2025 Torgelow

„Eine Akademie ist wie eine Utopie auf Zeit“, so begrüßte uns unsere Akademieleitung am Anfang der DSA. DSA, das steht für Deutsche Schülerakademie: sechzehn Tage, in denen man mit anderen motivierten Jugendlichen ein Kursthema auf Universitätsniveau intensiv behandelt. Damals muss ich sagen war ich nicht sonderlich überzeugt von dieser Aussage. Doch dass es mir so mir gefallen würde, war nicht das Einzige, was unerwartet kam. Auch Speed Dating, Meme-Kriege, komplett abrasierte Haare, Spiegelbau, Hauskreise, ein Bibelclub, Corona-Masken, Speed Aerobics, Namen auf Japanisch, der Halbmarathon und das Hacken eines Laptops hätten sich wohl kaum in meiner Vorstellung Platz gefunden. Woran ich genau teilgenommen habe, verschweige ich jetzt mal… 

Wenn wir nicht gerade mit diversen KüAs (kursübergreifenden Aktivitäten) beschäftigt waren, verbrachten wir die meiste Zeit in unseren Kursen. Mein Kurs hieß „Approximationen“ und beschäftigte sich damit, eine Funktion oder eine Reihe von gegebenen Punkten mit einer mathematischen Funktion bestmöglich anzunähern. Der Einstieg verlief sehr schnell, vor allem weil mathematische Grundlagen vorausgesetzt wurden, wie Integrale, die ich im Unterricht noch nicht behandelt hatte. Das Thema war jedoch super interessant und als Gruppe haben wir uns schnell eingearbeitet. Besonders Spaß hat es mir gemacht, als wir unsere eigenen Projekte entwickelten. 
Neben dem Kurs wurde auf der DSA auch Musik gemacht, deshalb verbrachte ich viel Zeit in Chorproben. Am Ende der Akademie gaben wir sogar ein Konzert in einem Kurzentrum. 

Was die DSA für mich besonders gemacht hat, war aber auch wie viel Neues man dort ausprobieren konnte. Beispielsweise war ich viel beim Improtheater, habe Skat und Phase 10 gelernt und habe an einem Schachturnier und einem Tanzkurs teilgenommen. 
So schön diese Aktivitäten auch waren, wäre die DSA wohl nicht meine „Utopie auf Zeit“ geworden ohne die Freunde, die ich dort gefunden haben. Die Akademie ist ein Ort mit so vielen offenen und herzlichen Menschen, dass ich mich dort sofort wohlgefühlt habe. Es gab wenige Tage, an denen ich nicht strahlend (und viel zu spät) zu Bett ging.
Ich kann jeder Person, die interessiert ist, nur empfehlen, sich zu bewerben. Die DSA ist ein Ort, an dem man nicht nur auf akademischer Ebene über sich hinauswächst, sondern auch auf der kreativen, musikalischen, sportlichen und vor allem aber auch auf der menschlichen Ebene.

Carla Bautz (Q1)