Hygienekonzept

Stand September 2020

Angesichts der aktuellen Situation im Kontext der Infektionskrankheit COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) veröffentlicht die Schulleitung des Erich Kästner-Gymnasiums seit März 2020 regelmäßig überarbeitete Eltern- und Mitarbeiter-Briefe. Zusätzlich erscheinen auf der Homepage und in den anderen etablierten Kommunikationskanälen (vornehmlich das interne Modul KIKS Info) die Konzepte, die im Rahmen des angepassten Schulbetriebs erarbeitet werden.

Grundlage unserer Bestimmungen sind die jeweils geltenden Verordnungen und Regelungen der zuständigen staatlichen Stellen (hier insbes. das sog. Fanktenblatt des MSB NRW vom 3.8.2020 zur Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten zu Beginn des Schuljahres 2020/2021).

1) Hintergrund

Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen. Während insbesondere größere respiratorische Tröpfchen schnell zu Boden sinken, können Aerosole auch über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Ob und wie schnell die Tröpfchen und Aerosole absinken oder in der Luft schweben bleiben, ist neben der Größe der Partikel von einer Vielzahl weiterer Faktoren, u. a. der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, abhängig.

Beim Atmen und Sprechen, aber noch stärker beim Schreien und Singen, werden Aerosole ausgeschieden; beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich mehr. Neben der steigenden Lautstärke können auch individuelle Unterschiede zur verstärkten Freisetzung beitragen. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber Tröpfchen und Aerosolen im Umkreis von 1-2 m um eine infizierte Person herum erhöht.

Der längere Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 2 m erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel ausstößt und exponierte Personen besonders tief einatmen. Durch die Anreicherung und Verteilung der Aerosole ist unter diesen Bedingungen das Einhalten des Mindestabstandes ggf. nicht mehr ausreichend. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Singen auf Feiern oder im Chor in geschlossenen Räumen über einen längeren Zeitraum, wo es zu sehr hohen Erkrankungsraten kommen kann, die sonst nur selten beobachtet werden. Ein effektiver Luftaustausch kann die Aerosolkonzentration in einem Raum vermindern. Übertragungen im Außenbereich kommen insgesamt selten vor. Bei gleichzeitiger Wahrung des Mindestabstandes ist die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering.

Quelle: rki.de

2) Maßnahmen

a) Für alle am Schulleben Beteiligten gilt: Auf dem gesamten Schulgelände, im Gebäude wie im Freien, muss grundsätzlich eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Ausgenommen sind solche Personen, die aus medizinischen Gründen keine Bedeckung tragen können. Ein entsprechender Nachweis ist vorzulegen. Die Pflicht, eine solche MNB im Unterricht zu tragen entfällt, sobald die Plätze im Unterrichtsraum eingenommen sind. Bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m sind auch Lehrkräfte im Unterricht von der sog. „Maskenpflicht“ befreit.


b) In der Schule gilt weiterhin das bereits aus dem vergangenen Schuljahr bekannte Einbahnstraßensystem, das aufgrund der Beschilderung problemlos zu erkennen ist. Auf der Rampe werden die ankommenden Schüler nach Stufen getrennt und auf unterschiedlichen Spuren ins Schulgebäude geführt.


c) Beim Betreten des Schulgebäudes (auch nach Aufenthalten im Freien während der Unterrichtszeit) sind die Hände zu desinfizieren. Im Klassen- bzw. Unterrichtsraum ist für die regelmäßige Reinigung der Hände zu sorgen. Am Ende eines Unterrichtstages wird eine Flächendesinfektion durch die zuletzt dort unterrichtende Lehrkraft durchgeführt.


d) Der Aufenthalt in der Pausenhalle und in den Fluren ist untersagt.


e) Es gelten versetzte Zeiten für den Unterrichtsbeginn (7.45/7.50/7.55/8.00), den Unterrichtsschluss am Vormittag (13.05/13.10/13.15/13.20) und die großen Pausen (stufenweise um 5 Minuten versetzt).


f) Der Kioskbetrieb ist zunächst bis zu den Herbstferien ausgesetzt. Der Mensabetrieb ist gemäß den gängigen Hygienebestimmungen sichergestellt. Verantwortlich für die Durchführung der Essensausgabe und anderer Angebote im Rahmen des Offenen Ganztages ist das Kolpingwerk.

 

g) Auf eine regelmäßige, möglichst dauerhafte Belüftung der Räumlichkeiten ist zu achten. Unterricht findet grundsätzlich bei offener Tür und zumindest teilweise geöffneten Fenstern statt, sofern es die Temperaturen zulassen.


h) Treten während des Unterrichts COVID-19-Symptome bei Schülern auf (z.B. Fieber, trockener Husten u.a.) werden die Erziehungsberechtigen umgehend informiert und das Kind entweder nach Hause entlassen oder abgeholt.

 

i) Die Schule darf nur betreten, wer keine auffälligen Krankheitssymptome aufweist. Allgemein gültige Aussagen zu „typischen“ COVID 19-Verläufen sind nicht möglich; so kann auch Schnupfen zu den Symptomen einer COVID-19-Infektion gehören. Angesichts der Häufigkeit eines einfachen Schnupfens sei den Eltern unter Bezugnahme auf §43 Absatz 2,1 SchulG empfohlen, ihr Kind mit dieser Symptomatik ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung des Wohlbefindens zunächst für 24 Stunden zu Hause zu beobachten. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, nimmt die Schülerin oder der Schüler wieder am Unterricht teil. Kommen jedoch weitere Auffälligkeiten wie Husten, Fieber etc. hinzu, ist eine diagnostische Abklärung zu veranlassen. Untersagt ist der Zutritt auch allen Personen, die sich in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Auf unserer Informationsplattform KIKS finden Sie weitere Informationen, wie im Fall einer möglichen Infektion oder Erkrankung zu verfahren ist.


j) Bei einer Einreise aus einem Risikogebiet ist die Coronaeinreiseverordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu beachten, aus der sich besondere Verpflichtungen für alle am Schulleben Beteiligte ergeben können. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Wichtige Informationen und Handlungsempfehlungen zum Coronavirus SARS-CoV-2 für Reiserückkehrer sind im Internet tagesaktuell abrufbar.

k) In allen Klassen und Kursen soll Sportunterricht erteilt werden, der aber bis zu den Herbstferien im Freien stattfinden wird. Der Schwimmunterricht ist zurzeit noch ausgesetzt und durch Sportangebote im Freien ersetzt.

l) In geschlossenen Räumen darf nicht gesungen werden. Die Nutzung von Tasteninstrumenten u.ä. ist derzeit nicht vorgesehen. Für die Bläserklassen gelten besondere Bestimmungen, die den Teilnehmern von der betreuenden Fachkraft erläutert werden.

3) Handlungsgrundsätze in der Schule

Bei Begegnungen sind Handschlag und Körperkontakt zu vermeiden. Auf die Mindestabstände ist konsequent zu achten, insbesondere wenn das Tragen einer Maske vorübergehend oder dauerhaft nicht möglich ist (Essen und Trinken, medizinische Indikation etc.). Alle am Schulleben Beteiligten verhalten sich rücksichtsvoll, umsichtig und verantwortungsbewusst.  Augenmaß, Verhältnismäßigkeit und respektvoller Umgang prägen auch in diesen Zeiten unser Miteinander.