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Lorenz Kopp (11 – 16 Jahre)

 

Den Marathon, von dem ich mir sehr viel Spaß und Stimmung erhoffte, bin ich zum ersten Mal mit der Schulstaffen gelaufen. Bereits um 11 Uhr wollte ich am Friesenplatz einchecken, doch noch war keiner da. Erst eine viertel Stunde später sah man Helfer und Ordner, die Bänke, Stühle und Tische zu dem Platz trugen.

Als ich dann meine Startnummer 297/4 gezeigt hatte, schaute ich immer wieder nach oben und erhoffte mir von den leicht gräulichen Wolken keinen Regen.

Aber davon wollte ich mich nicht unterkriegen lassen und beobachtete begeistert mit Piet und Christian die ersten Marathoniken, die angelaufen kamen. Mit Musik wurden sie von den Menschenmengen vom Straßenrand bejubelt.

Danach kamen die Skater und Biker, die ziemlich schnell auf ihren Rädern waren.

Schon bald stellten sich die ersten Läufer in der Wechselzone auf – ein spezieller Bereich außerhalb der offiziellen Marathonstrecke.

Die ersten Läufer der anderen Schulen trafen schon ein, übergaben schnell wie bei einem Boxenstop bei der Formel 1 Laufchip und Scherpe und wurden von ihren Bekannten gefeiert.

Ich hatte auch den Drang loszulaufen, musste aber zusehen wie Christian zuerst abdüste und tanzte ein wenig mit der Musik gegen die Aufregung und Kälte.

Kurze Zeit später erkannte ich Oliver, der eine tolle Leistung vollbracht hatte und ich übernahm seine Sachen.

Von den Zuschauern ließ ich mich beklatschen und das Laufen viel nicht mehr so schwer. Am Fernsehrturm vorbei durch Ehrenfeld bis zum Ebertplatz. Von dort aus waren es noch ca. 4 km, die nicht mehr so leicht von den Beinen gingen. Man merkte schon, dass die Kraft etwas nachließ.

Schließlich hieß es Zähne zusammen beißen, nochmals alles zu geben und nur noch an das Ziel zu denken, für das man ja schließlich trainiert hatte.

Endlich sah ich die Neußer Straße und wusste gleich ist es vorbei, gleich hast du es geschafft. Von diesem Gedanke ließ ich mich leiten, nutzte den dort aufgebauten Refreshpoit und schnappte mir ein Becher Wasser. Ehrlich gesagt, muss es eine Kunst sein, während des vollen Laufens aus einem Becher etwas zu trinken. Ich zumindest hatte es nicht geschaft und warf daraufhin den Becher auf den harten Asphalt. Jetzt ging es schon in den Niehler Kirchweg rechts rein und da stand Charlotte, der ich voller Erschöpfung mein Chip und Band gab.

Rückblickend fand ich die Stimmung sehr gut. Alle sind durchgelaufen. Es war eine tolle Erfahrung. Bestimmt werde ich auch nächstes Jahr am Marathon teilnehmen.

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Impressum       Datenschutz      Kontakt     Gästebuch                                                     Stand: 07. April 2010