Alle Jahre wieder...

Wir sind also wieder nach Besançon gefahren. Dieses Mal fuhren vom 21. bis 30. September 24 Schüler und drei Begleiter mit. Herr Hecht, Referendar für Chemie und Philosophie, Frau Schach, Praktikantin mit Französisch und Geschichte und ich. Bei der Zusammensetzung der teilnehmenden Schüler bewährte sich wieder die Kooperation zwischen dem Gymnasium Nippes und dem Erich Kästner-Gymnasium.

Die Schüler kamen alle aus den 8. und 9. Klassen und entsprachen ziemlich genau dem Alter der französischen Austauschschüler. Im Allgemeinen hatten meine französische Kollegin (Madame Drezet) und ich die Zuordnung der Austauschpartner ganz gut getroffen. Die Interessengebiete deckten sich einigermaßen, so dass eine Grundlage für das gegenseitige Verständnis gegeben war. Auch die französischen Vokabelhilfen "zum Überleben" wurden gelernt und benutzt.

Wenn die Intensität der Abschiedsszenen ein Gradmesser für das Gelingen einer Austauschfahrt sein kann, dann war diese Fahrt gelungen:
Schönes Wetter, gute Stimmung, interessantes Programm, interessierte, kommunikative Schüler, die von Anfang an bereit waren, auf die von Madame Drezet und mir vorgeschlagenen Verhaltensformen, den Kleidungsstil und das allgemeine Benehmen einzugehen. Der von jedem Schüler mit mir persönlich eingegangene Vertrag enthielt dies alles und war der Bezugspunkt, auch wenn mal der ein oder andere daran erinnert werden musste.
So konnten also alle teilnehmenden Schüler 10 Tage lang unsere französischen Nachbarn im täglichen Berufs- und Schulleben kennen lernen und ihre Sprachkenntnisse testen.
Besichtigungsfahrten, ein Literaturprojekt mit einem französischen Jugendbuchautor und der deutsch-französische Abschlussabend boten vielfältige Möglichkeiten, Land und Leute, die schöne französische Sprache und sich selbst genauer kennen zu lernen.

Ganz besonders deutlich wurde, wie wichtig es ist, dass bei einer solchen Fahrt jeder auf die Kooperation mit jedem eingestellt ist und bereit sein muss, die anderen Menschen und auch die Dinge, mit denen er in Berührung kommt, zu respektieren. Das beginnt mit dem Busfahrer (der außerordentlich nett war), geht über die teilnehmenden Schulkameraden, die begleitenden Lehrer, die französischen Austauschpartner und deren Familien bis hin zu den französischen Lehrern und nicht zuletzt auch den Reiseführern, die uns immer wieder viel Interessantes zu erzählen hatten.

Jetzt warten wir auf den Besuch der französischen Schüler in Köln:
erst Anfang Mai werden sie kommen. Bis dahin werden noch viele Mails hin und her geschickt werden müssen. Aber vielleicht gibt es ja ein paar ganz Ungeduldige, die die Weihnachtsferien nutzen oder die Osterferien...

Bericht von Rita Müller-Hill