Erich Kästner-Gymnasium, Castroper Str. 7, 50735 Köln-Niehl;
Tel.: 0221-93 88 999 0, Fax: 0221-93 88 999 22

Kontaktformular:

• Startseite • nach oben •

nach oben

 

 

 

 

 


Das EKG ist „Energieschule

Die Energie-Agentur des Landes NRW hat unserer Schule ihre Anerkennung dafür ausgesprochen, dass wir erfolgreich an dem Energie-Sparprojekt „Klasse“ der Stadt Köln teilnehmen und eine Solaranlage auf dem Dach der Schule installiert haben. Das Prädikat „Energieschule“ gibt wie in jedem Herbst Anlass, alle Mitglieder unserer Schulgemeinde an einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie in der Schule (und auch zu Hause) zu erinnern. Ein paar Tipps helfen nicht nur Energie Sparen, sie erleichtern auch das Leben:

  • Vor und nach dem Unterricht kurz und kräftig lüften,

  • Aber anschließend die Fenster schließen, damit die Wärme nicht entweicht!

  • Nach Unterrichtsschluss Licht ausmachen und Fenster schließen – es wird sonst am nächsten Morgen empfindlich kalt. Etliche Kilowattstunden Energie sind verschwendet.

  • Wenn es in einem Raum zu warm oder zu kalt ist, sollte man Herrn Bätzgen Bescheid sagen, er reguliert die Heizkörper.

Ist dies auch nur ein kleiner Beitrag dazu, dass die Energievorräte nicht allzu schnell „verfeuert“ werden – wenn es alle tun, nützt es was!

Bei erfolgreichem Energiesparen erhält unsere Schule auch weiterhin knapp 1000 € als Prämie

Dr. M. Petran

Energiesparprojekt "KLASSE"

Seit 1996 nimmt unsere Schule als eine der ersten 12 Kölner Schulen an dem Energiesparprojekt „Klasse“ teil. Für die Ergebnisse des Jahrs 1997 erhielten wir den 2. Preis, die Einsparungen bei Heizenergie und elektrischer Energie lagen bei 7% (Gas) beziehungsweise 20% (Elektrischer Strom). Besonders aktiv war eine Umwelt-AG mit Jonas Stein, Stephan Michels und anderen, die im letzten Jahr ihr Abitur gemacht haben. Gemeinsam mit Herrn Bätzgen wurden Möglichkeiten entdeckt, durch bessere Regulation der Heizung und Einstellungen bei der Beleuchtung die Energieverschwendung einzuschränken. Vorschläge zur Erneuerung der Fenster wurden an das Amt für Gebäudemanagement eingereicht. Auf Initiative von Dr. Junge haben alle Klassen die Wände hinter den Heizkörpern mit einer Folie isoliert, die die Wärmeabstrahlung nach innen fördert und nach außen zurückhält. Schließlich wurden in den Jahren 1998 und 1999 – mit viel Lärm und Staub -  neue Fenster eingebaut, die unsere Energiebilanz weiter verbesserten. Die Tabelle zeigt unsere Ergebnisse in den Jahren 1997 bis 2000:

 

1997

1998

1999

2000

Zentralheizung (Gas)

 

 

 

 

Verbrauch (kWh)

784136

810953

759832

738577

Einsparung

-6,8 %

-2 %

- 8,1 %

-10,7 %

CO2 –Ausstoß

-11065 kg

-3123 kg

-12990 kg

-17012 kg

Elektrischer Strom

 

 

 

 

Verbrauch (kWh)

79650

95364

102609

91492

Einsparung

-20,1%

-5,2%

+2%

-10,1%

CO2 –Ausstoß

-15030 kg

-3768 kg

+1433 kg

-7515 kg

Der Anstieg des Stromverbrauchs in den Jahren 1998 und 1999 wurde durch die Baumaßnahmen verursacht. Die stärkere Energieeinsparung bei der Heizung in den Jahren 1999 und 2000 ist durch den Einbau isolierender Fenster möglich geworden.

Nicht nur Umweltorganisationen, sondern auch Länder in klimaempfindlichen Regionen der Erde und die großen Versicherungsgesellschaften klagen über die Folgen unseres steigenden Energieverbrauchs: Abschmelzen von Gletschern, Zunahme von extremen Niederschlägen, Anstieg des Meeresspiegels sind Folgen der Erwärmung der Erde durch das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid. Immerhin konnten wir in unserer Schule im Vergleich zum Durchschnitt 1994 bis 1996 insgesamt 69000 kg dieses Schadstoffs vermeiden. Es ist vielleicht nicht viel, wenn man bedenkt, dass jeder Deutsche im Durchschnitt 11000 kg CO2 im Jahr durch Heizung, Autofahren, Reisen und den Kauf energieverbrauchender Produkte erzeugt. Wenn jedoch an vielen Stellen über eine sinnvolle Nutzung von Energie nachgedacht wird und man neue Lösungen zu einer besseren Nutzung findet, können wir etwas zum Schutz von unserer Atmosphäre und dem Klima beitragen.

Nebenbei bringt das Energiesparprojekt auch Geld ein: unsere Schule erhält 50 % der gesparten Kosten zur eigenen Verfügung – in vier Jahren rund 9000 DM!

Um die Ergebnisse auszuwerten und neue Ideen zum Energiesparen zu sammeln, wird an unserer Schule eine neue „AG Energie und Umwelt“ gegründet. Wer mitmachen möchte, kann bei Herrn Dr. Petran einen Zettel mit Namen und Klasse abgeben. Der Termin für ein erstes Treffen im März wird am  Schwarzen Brett ausgehängt.

Dr. M. Petran

Kurze Projektbeschreibung:

Energiesparprojekt "KLASSE" am Erich Kästner Gymnasium

Mit Beginn des Schuljahres 1996/97 ist am Erich Kästner Gymnasium als einer von 9 Kölner Schulen das Pilotprojekt "Klima Aktion: Schulen Sparen Energie" ("KLASSE") gestartet worden. Bei diesem Projekt soll durch ein geändertes Nutzerverhalten eine spürbare Senkung des Energieverbrauchs erreicht werden.

Das Ziel des Energiesparens soll durch gemeinsame Aktivitäten aller am Schulleben beteiligten Personen erreicht werden. Begleitet wird das Projekt durch das Umweltamt, das Hochbauamt, das Schulverwaltungsamt, durch die GEW AG und die RGW AG sowie durch den Verein Natur & Kultur, der der Schule speziell für organisatorische Fragen und die umweltpädagogische Begleitung zur Verfügung steht. Der Verein hat bereits eine Fülle von Unterrichtsmaterialien erarbeitet.

Der besondere "Pfiff" des Modells besteht darin, daß die Schulen 50 % der Energiekosteneinsparungen, die durch Verhaltensänderung beim Energieverbrauch erzielt werden, als Prämie" ausgezahlt bekommen. Über die Mittel kann die Schule zur Finanzierung zur Finanzierung schulbezogener Aufgaben frei verfügen. Da das Projekt insbesondere für den Hausmeister zu zusätzlichen Belastungen führt, erhält dieser eine Hausmeisterprämie in Höhe von 5 % der durch die Schule eingesparten Energiekosten. Dieser Betrag wird aus der Prämie der Schule finanziert.

Im Erich Kästner Gymnasium hat sich die UMWELT-AG mit dem Energiesparprojekt befaßt. Am Anfang stand eine Foto-Dokumentation über Energieverschwendung im Schulgebäude: Heizventile fehlen, nach dem Unterricht brennt Licht in Klassenräumen, teilweise stehen Fenster und Türen offen, während die Heizung gegen winterliche Temperaturen kämpft. Informationsmaterial wurde entworfen, ein Flugblatt für alle Klassen informiert über richtiges Lüften und den sinnvollen und sparsamen Umgang mit Beleuchtungsenergie.

Die Messungen unserer Umwelt-AG mit einem Luxmeter haben ergeben, daß sowohl in Klassenräumen wie auch in Fachräumen und der Turnhalle die Beleuchtung über den geforderten DIN-Normen liegt. In den Klassen haben wir auf Sparschaltungen hingewiesen, die auch weitgehend genutzt werden. Die Schalter mit der entbehrlichen Lichtleiste sind mit einem roten Punkt gekennzeichnet. In Fachräumen hat die AG ca. ein Fünftel der Leuchtröhren entfernt, da keine differenzierte Lichtschaltung vorhanden ist. Auch im Lehrerzimmer hat sich eine sparsamere, aber trotzdem ausreichende Beleuchtung einführen lassen.

Darüber hinaus erarbeitete die UMWELT-AG Verbesserungsvorschläge zur Energieeinsparung:

  • Unsere Heizungen haben keine bedienbaren Ventile. Vom Bezirksamt ist die Montage von Thermostatventilen für 1997 zugesagt.
  • Hinter den Heizungen fehlt die Wärmeisolierung.
  • In den Fachräumen kann nur die gesamte Beleuchtung (36 Röhren mit je 60 Watt) an- oder ausgeschaltet werden. Eine differenzierte Schaltung ist nötig.
  • Eine tageslichtabhängige Beleuchtungsschaltung in den Fluren und Treppenhäusern könnte viel Energie einsparen.
  • Die Erneuerung und Verkleinerung der Beleuchtungkörper insgesamt (Stadt der Technik 1970) dürfte Energie einsparen.
  • Die wichtigste und wirksamste Investition ist die Erneuerung der Fenster. Die derzeitigen Fenster haben nicht isolierte Aluminiumrahmen, schließen nicht mehr vollständig und haben nur einfache Glasscheiben. Nach der Fachliteratur und den Berechnungen der Umwelt-AG ergibt sich durch moderne Fenster eine jährliche Einsparung an Heizkosten von 30000,-- DM (30% der Heizkosten). Die Investition dürfte bei 200 Fenstern ca. 400000,-- DM betragen. Ist hier nicht eine Finanzierung durch die erwartete Einsparung möglich? Bei einer Erneuerung dürfte sich auch die Beleuchtung durch Tageslicht verbessern, da die Oberlichter der Fenster dunkel sind.
  • Im Rahmen der vorgesehenen Sanierung der schadstoffbelasteten dunklen Holzdecken in unseren Fluren und der Turnhalle sollten helle Deckenmaterialien zur Einsparung von Beleuchtung verwendet werden.

Durch die Mitarbeit aller Klassen, der Lehrerinnen und Lehrer und des Hausmeisters, Herrn Bätzgen, der den Betrieb der Heizung und der zentralen Beleuchtungen in Hallen und Fluren den Bedürfnissen anpaßt sind, in den ersten vier Monaten schon Einsparungen von 25 bis 30 % in den Bereichen Strom- und Gasverbrauch erzielt worden, so daß wir unserem Ziel, mindestens 5 % oder DM 7000,-- Energiekosten im Jahr 1997 zu sparen, wirklich näherkommen.

Es geht dabei nicht nur um vordergründiges "Knausern", sondern um schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen, die weltweit bedenkenlos verfeuert" werden. So sind mit unseren bescheidenen Möglichkeiten bereits 30 % oder 39 t des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids, das durch den Energieverbrauch unserer Schule erzeugt wird, vermieden worden!

Dr. M. Petran

Webmaster: B. Deumeland

Impressum       Datenschutz      Kontakt                                                      Stand: 30. August 2010