Unvergessliche Tage in Melbourne und Sydney

Am 5. Juli 2008, also mitten in den Sommerferien
konnte die CU Sydney des Erich Kästner Gymnasiums und des Pfarrverbandes
Mauenheim -Niehl - Weidenpesch ihre lang geplante und vorbereitete Reise zum
Weltjugendtag nach Australien antreten.
Über Frankfurt und Singapur landete die Gruppe nach 28 stündiger Reise in
Melbourne, wo sie von der St. Francis Gemeinde in Epping (im Norden Melbournes)
empfangen wurden. Die Teilnehmer wurden meist zu zweit bei Familien der Gemeinde
untergebracht, die sich herzlich und voller Energie um die müden Reisenden
kümmerten. Das Programm in Melbourne stand unter dem Motto „Days in the Dioceses"
und diente dem Kennenlernen der Gemeinden vor Ort und der Begegnung der Pilger
verschiedener Nationalitäten bei Gottesdiensten, Workshops und Ausflügen wie
z.B. in den Taronga National Park. Aber auch wir waren eingeladen ein Stück
unserer (kölschen) Kultur vorzustellen: Auf dem interkulturellen Abend der
Gemeinde wurden unsere Schule, die Kirchen, Alt-Niehl und schließlich unsere
Karnevalskultur vorgestellt. Auch Musikproben der fünften Jahreszeit durften
natürlich nicht fehlen. So erschallte in 16.000 km Entfernung das „Viva Colonia
„genauso wie das „Jod Fründe ston zosamme" und es wurde bis tief in die Nacht
geschunkelt und getanzt und die australischen Gastgeber waren nur so erstaunt,
welchen Spaß und welche Begeisterung junge Christen aus Köln zu exportieren in
der Lage waren.
Höhepunkte unseres Aufenthaltes in Melbourne war zum einen die großartige
Messfeier im Telstra-Dome (vergleichbar zu Lanxess Arena in Köln) und
andererseits durften wir als Zuschauer ein spannendes „Match" des Australian
Football verfolgen.
Nach einer Woche Melbourne sagten wir „Farewell" und brachen auf zum
Weltjugendtag nach Sydney. Vor uns lag eine Strecke von ca. 1000 km, die Busen
zurückgelegt wurde. Unvergesslich diese Nacht: an riesigen Raststätten wurde man
sich wieder in eigens dafür hergerichteten Gebetesräumen bewusst, dass man auf
dem Pilgerweg nach Sydney unterwegs war. Bei eisiger Kälte und Sonnenaufgang
erreichten wir unsere Herberge, das St. Patrician Brothers’ College in Sydney.
Die Kälte der Nacht blieb unser ständiger Begleiter, da man, über dreiviertel
des Jahres in Australien sonnenverwöhnt, auch in der kalten Jahreszeit keine
Heizung kennt. Dafür wurde es uns von Tag zu Tag wärmer ums Herz und auch die
Sonne strahlte in ihrer ganzen Pracht. So war die Atmosphäre in Sydney
unvergleichlich: die Skyline, der Hafen und die Ankunft des Papstes in
Barangaroo waren einfach nur überwältigend, eingebettet in eine frohe,
begeisterte und jubelnde Menge von tausenden von jungen Christen aus aller Welt.
Und auch der letzte Höhepunkt die Nacht am Randwick Racecourse wird uns
sicherlich unvergesslich bleiben. Auf dem 9km langen Weg mit Rucksack,
Schlafsack und Isomatte bestückt, war die Sydney Harbour Bridge sowie die
gesamte Innenstadt für 250.000 Pilger reserviert. Der lange Marsch fand sein
Ende auf der Rennbahn, wo wir mitten im Feld unser Lager aufschlugen und
gemeinsam den Tag mit dem Papst und den vielen Gläubigen in der Vigil
beschlossen. Für uns die wärmste Nacht, da eine Dichte Wolkendecke die
Tageswärme speicherte und wir tief und fest schlafen konnten nach den Strapazen
der vergangenen Tage………
Und so endete wiederum nach zwei ein halb Wochen unsere Pilgerreise zum
Weltjugendtag nach fast 30 Stunden Reisezeit vor unserem Dom, wo alles 2005
begonnen hatte…. Wie sagte doch Kardinal Meisner in der Katechese: „Entweder wir
kommen verändert aus Sydney zurück oder nicht: In der Tat es hatte sich etwas
verändert... Möge uns noch lange der Geist dieser Tage in unserem Alltag
bestärken!

U. Borstell